Weihnachtsoratorium

Jochen-7105Nachdem ich in dieser Weihnachtssaison das besondere Glück hatte, bereits fünf der Kantaten aus Bachs Weihnachtsoratorium aufzuführen, teils als Sänger, teils als Dirigent (zum Nachlesen gibt es hier die Rezensionen), vervollständigt sich der Zyklus nun in einem Konzert, das neben den Kantaten IV und V des WO noch die wunderbare Kantate "Dazu ist erschienen der Sohn Gottes" enthält. Unter Leitung von Jan Knobbe singe ich in Bad Arolsen neben meinen Kolleginnen Ulrike Salwiczek (Sopran), Julia Hagemann (Alt) und Florian Brauer (Tenor), begleitet vom wunderbaren Barockorchester "l'arco" aus Hannover. Für mich ein Moment des Wiedersehens mit Christoph Heidemann - und das erste Mal Kantate IV und BWV 40...ein schöner Anlass zum Ausklang des weihnachtlichen Festkreises. Zeit und Ort finden Sie hier.

Mozart-Requiem

Jochen-7117Bis heute ist die Faszination für Mozarts Requiem und die damit verbundenen tragischen Geschehnisse ungebrochen, und so ist es jedesmal wieder ein besonderes Unterfangen, sich diesem Werk zu nähern. Mit der Kantorei der Kreuzkirche führe ich das Stück zum zweiten Mal nach 2002 auf, und da auch für mich persönlich eine besondere Beziehung zu dieser Musik besteht, freut es mich sehr, dass wir ein Solistenquartett und eine Reihe von Musikern für diese Aufführung gewinnen konnten, mit denen mich eine zum Teil langjährige musikalische und oft auch persönliche Freundschaft verbindet. Anna Palupski, Julia Heigl, Ralf Petrausch und nicht zuletzt mein Lehrer Hans-Georg Dechange werden die Soloparts bestreiten. Für das Orchester nenne ich stellvertretend Henning Vater als Konzertmeister und Weggefährten unvergesslicher Konzerte mit der Kantorei, meinen früheren Posaunenlehrer Berthold Althoff, der für das "Tuba mirum" zuständig sein wird, und meinen Klavierpartner Ralf Schwarz-Aschenbrenner an der Orgel.
Kombiniert wird das Requiem mit Johann Sebastian Bachs doppelchöriger Motette "Komm, Jesu, komm", die der Kammerchor der Kantorei singen wird, sowie einer besonderen Herzensangelegenheit von mir: Drei Kontrapunkte aus Bachs "Kunst der Fuge", jenem Zyklus unglaublicher Musik, die leider viel zu selten in Konzerten zu hören ist. Ich habe diese Sätze speziell für unsere Aufführung als Brückenschlag zu Mozart mit der Orchesterbesetzung des Requiems orchestriert und kann es kaum erwarten, das Ergebnis zum ersten Mal zu hören...

 

 

Messiah

Jochen-7116klein2"Messiah", "The Messiah", "Der Messias" - der Facettenreichtum von Händels berühmtesten Oratorium klingt schon bei der Namensgebung an, die sich im Kontext der jeweiligen Aufführungen verändert. Wir haben uns diesmal für den ersten Titel entschieden, so wie ihn Händel seinem Werk im Autograph gegeben hat. So untypisch "Messiah" von der Form her für die Händelschen Oratorien auch sein mag, ist es doch sein berühmtestes und einflussreichtstes, von Legenden umrankt. Am Ostersonntag führe ich dieses Werk mit der Kantorei der Kreuzkirche und geschätzten Kolleginnen und Kollegen auf: Traudl Schmaderer, Katharina Magiera, Manuel König und Stefan Zenkl, begeleitet vom Göttinger Barockorchester, das schon bei unserem "Messias" von 2003 dabei war. Damals wie heute singen wir im prächtigen Englisch der King-James-Bibel, das sich auch hierzulande zunehmend als die gängige Sprache für Aufführungen des "Messiah" etabliert. 
Näheres über Zeit und Ort erfahren Sie hier.

 

Weihnachten mit Diabelli

Jochen-7105Es hat schon Tradition für mich, an Weihnachten in St.Marien zu Kassel im Festhochamt mitzuwirken, und so freue ich mich, dass es auch dieses Jahr wieder so sein wird. Gleichzeitig sind aber zwei Premieren damit verbunden: Zum einen singe ich zum ersten Mal ein Werk von Anton Diabelli, die Messe in Es op.107 nämlich; zum anderen das erste Mal an der Seite von Diana Kettner (Sopran), worauf ich sehr gespannt bin und mich sehr freue. Und noch mehr würde ich mich freuen, Ihnen als Zuhörer quasi persönlich "Frohe Weihnachten" wünschen zu können. So tue ich es an dieser Stelle aber schon einmal auf diesem Wege und wünsche allen Lesern meiner Seite frohe und gesegnete Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2013.

Advent, Weihnachten...und eine verborgene Perle

IMAG0334Wenn Vivaldi und Bach zur Weihnachtszeit auf dem Programm stehen, so denkt man natürlich zuerst an Gloria und Weihnachtsoratorium. Doch mit der Kantorei der Kreuzkirche haben wir für unser Konzert am 16.12. Stücke ausgewählt, die weitaus seltener zu hören sind. So wird der große Italiener diesmal mit seinem weitaus weniger bekannten, doch nicht minder schönen Magnificat in g-moll RV 610 vertreten sein, sein deutscher Bewunderer mit der Messe G-Dur BWV 236, die Bach in seiner Reifezeit aus überarbeiteten Kantatensätzen der Leipziger Jahre zusammengestellt hat. Diese wunderbare Musik ist erfüllt von adventlicher Spannung im Kyrie, von weihnachtlichem Schwung im Gloria.
Und da Bachs reife Musik ohne den Venezianer Vivaldi nicht denkbar ist, gibt es von diesem noch das fantastische, selten gespielte Concerto d-moll RV 235 für Violine und Streicher, dessen großer technischer Herausforderung sich unser Solist und Konzertmeister Henning Vater mit Begeisterung stellt.
Und noch eine Entdeckung gibt es zu hören: Cesare Tudino, Domkapellmeister des adriatischen Bischofs Johannes de Benedictis, hat im Jahre 1590 eine Sammlung von Magnificat in Venedig drucken lassen, deren einziges bekanntes Exemplar heute in der Murhardschen Bibliothek in Kassel liegt. Ich habe das erste dieser Stücke aus den Quellen übertragen und werde es mit dem Kammerchor der Kantorei in unserem Konzert das erste Mal seit Jahrhunderten wieder aufführen, klingendes Zeugnis der einstigen Größe der Residenzstadt Kassel und Dokument einer großen europäischen Musiktradition, die in Bachs Schaffen ihre Vollendung gefunden hat.
Weitere Angaben zu Zeit, Ort und Ausführenden finden Sie hier.



Quelle: UB Kassel, Sig. 4°Mus 44e

Abendmusik zum Advent

Kirosth_JoRa1_sw_klein_2

Wie könnten wir uns wohl die Adventszeit, die Zeit vor Weihnachten, oder gar Weihnachten selbst vorstellen ohne Musik? Wir sehnen uns nach festlicher Stimmung, nach den vertrauten Düften von Stollen, Gebäck und Plätzchen, danach, anderen mit Geschenken eine Freude zu machen, aber auch nach Stille und Besinnlichkeit. Doch was wäre all das für uns ohne die Musik, die unserer Freude Ausdruck verleiht und die Zeiten innerer Ruhe begleitet?
Wir möchten Sie mitnehmen auf eine musikalische Reise durch die Advents- und Weihnachtszeit, die Ihnen Zeit bietet zum Zuhören, zum Wieder- und Neuhören von vertrauten Liedern und weihnachtlichen Überraschungen, aber auch zum Mitsingen von Liedern, die für uns jedes Jahr aufs Neue Advent und Weihnachten hörbar und fühlbar machen.
Fröhlich oder besinnlich, ernst und manchmal auch einfach lustig – Musik und Texte aus vier Jahrhunderten lassen Sie die verschiedensten Facetten von Advent und Weihnachten erleben.
Für den 01.12., 17 Uhr, möchten wir Sie dazu in die Evangelische Kirche in Malsfeld einladen. Der Eintritt ist frei.

Herzlichst, Ihre Musiker
Jochen Faulhammer und Ralf Schwarz-Aschenbrenner

Passion mit Puppen

MhsinnBlafield4kleinDie Matthäuspassion von Johann Theile gehört noch nicht zu den Werken, die einem größeren Publikum bekannt wären, und auch für mich ist es die erste Begegnung mit ihr. Doch ist es gleich eine der ganz besonderen Art, denn nicht nur der von mir gesungene Jesus, sondern auch die anderen Personen des packenden Passionsdramas werden von der Eckernförder Puppenbühne mit ihren großen Holzpuppen parallel zur Musik auf der Bühne zum Leben erweckt. Es ist für mich eine große Freude, nach der Zusammenarbeit bei Schütz "Weihnachtshistorie" im Januar in Arolsen nun in Eckernförde selbst und in Flensburg mit der Puppenbühne und der Hamburger Ratsmusik zu singen, einmal unter der Leitung von Katja Kanowski, einmal unter der von Michael Mages. Die näheren Angaben zu den beiden Aufführungen finden Sie hier.

Haydn und Bach

Jochen-7117Joseph Haydns "Stabat Mater" ist heutzutage nicht mehr so bekannt, wie es in den Jahrzehnten nach seiner Entstehung war und es seinem musikalischen Rang eigentlich entspräche. Von Haydn 1767 komponiert, begründete es dessen Ruhm als Kirchenkomponist in Europa und fand durch zahlreiche Aufführungen weite Verbreitung. Auch in Kassel wurde es bereits im 18.Jahrhundert aufgeführt, und hier hat es in den letzten Jahren auch einige wenige Wiederaufführungen gegeben.

Mit der Kantorei der Kreuzkirche möchte ich eine weitere hinzufügen, die das geniale,dem musikalischen "Sturm und Drang" verpflichtete Werk vielleicht noch (wieder) ein bisschen bekannter macht. Das gleiche gilt für J.S.Bachs Kantate "Schau, lieber Gott, wie meine Feind", die, wie ich finde, völlig zu Unrecht, ganz am Rande der Aufmerksamkeit von Interpreten und Publikum steht. In Bachs erstem
Leipziger Amtsjahr entstanden, ist die Kantate ein Werk von großer Ausdruckskraft; ihre musikalische Sprache verweist deutlich auf die drei Monate später uraufgeführte "Johannespassion" des Komponisten.
Ich freue mich sehr darauf, diese beiden Werke am 18.März um 17 Uhr in der Kreuzkirche aufzuführen.
Näheres dazu finden Sie hier.

Kirchenmusik

Die Kirchenmusik ist das musikalische "Ursprungsland", in dem Jochen Faulhammer seine ersten Erfahrungen als ausübender Musiker gesammelt hat, und das nach wie vor einen wichtigen Teil seiner Arbeit darstellt, sowohl im chorischen, wie auch im solistischen Bereich. Heute, nach Aufgabe seiner Tätigkeit als hauptberuflicher Kirchenmusiker, die er in den Gemeinden Niestetal und Zierenberg 11 Jahre ausgeübt hat, steht allerdings nicht mehr die Orgel, sein ursprüngliches Instrument, im Mittelpunkt, sondern eben die Stimme, sei es als Sänger in oratorischen Werken, im Ensemble KasselBarock mit Alter Musik, im Vocalensemble Kassel und den Kasseler Vokalsolisten mit Neuer Musik oder als Chorleiter. Fixpunkt der kirchenmusikalischen Arbeit von Jochen Faulhammer ist die Kantorei der Kreuzkirche in Kassel, die er seit Mai 2000 leitet. Damit führt er die seit 1955 bestehende Tradition großer Kirchenmusik an der Kreuzkirche fort, wie sie durch seinen Vorgänger und Gründer der Kantorei, KMD Dieter Lometsch, ins Leben gerufen worden war, damals noch unter dem Titel "Kasseler Motettenchor".

Weiterlesen: Kirchenmusik