"Wie ein inneres Feuer"

Liebe und Sehnsucht in den Werken von Komponistinnen
Claudia
Auch wenn uns nur verhältnismäßig wenige Werke von Komponistinnen aus dem 17. und 18.Jahrhundert überliefert sind, so zeugen diese doch von starken inneren Leidenschaften dieser Frauen, ebenso aber auch von der kompositiorischen Güte ihrer Werke.

Eine Ordensfrau wie die bei ihren -auch männlichen- Kollegen und Zeitgenossen hochberühmte Isabella Leonarda (1620-1704) legte diese inspirierte Schaffenskraft unter anderem in eine Reihe von geistlichen Motetten für Solobass, deren Ausdruckskraft und hohe Virtuosität in schlüssige formale Gestaltung gegossen sind.Ihre Zeitgenossin Barbara Strozzi (1619-ca.1664), als Sängerin berühmt, vereinigt affektvolle Passagen und eine gehörige Prise Humor in ihrem "L'Astratto" (Der Zerstreute), während Francesca Caccini (1587-ca.1640) in ihren Monodien eine ganz in den Dienst des verinnerlichten Ausdrucks gestellte Virtuosität offenbart. Folgt sie darin auch dem Vorbild ihres Vaters Giulio Caccini, so ist sie doch eine eigenständige Komponistin von hohem Rang, was durch ihre führende Stellung im Musikleben ihrer Heimatstadt Florenz verdeutlicht wird.
Eine Rezension dieses Programms können Sie hier lesen. Angaben zu Ort und Zeit finden Sie hier.