Alle Pracht des Frühbarock...

...entfaltet Emilio de' Cavalieri in seiner 1600 in Rom gedruckten "Rappresentazione di Anima et di Corpo". Als zweites Festkonzert zum 40-jährigen Bestehen des Kasseler Bachchors, dem ich als ehemaliger Mitsänger über viele Jahre verbunden bin, erklingt diese selten zu hörende Kostbarkeit aus der Zeit eines der größten Umbrüche der europäischen Musikgeschichte. Ein Meisterwerk, das in allen Facetten das menschliche Leben darstellt in Pracht und Vergänglichkeit, und ein Konzert, das den Besuch unbedingt lohnt! Die Martinskirche in Kassel bietet den festlichen Rahmen für dieses Konzert am 19.11. um 17 Uhr. Nähere Informationen gibt es auch hier.

Luther!

Plakat Luther-web-Eisenach2

Der Tag des Gerichts

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) ist eine der bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Sein vielseitiges Schaffen macht sich alle europäischen Musikstile seiner Zeit mühelos zu eigen und lässt sie in einen erfindungsreichen persönlichen Stil einfließen. Neben Klarheit und Fasslichkeit seiner Kompositionen tritt besonders in seinen späten Werken auch die Kühnheit seiner Musik deutlich zu Tage.

So erklingt aus Anlass seines 250. Todestages in der Kreuzkirche sein 1761 entstandenes Oratorium „Der Tag des Gerichts“, das an einem uns heute so fremd erscheinenden Sujet eine packende, zukunftsweisende Musik entfaltet, die in Kassel noch auf ihre Entdeckung wartet.

Gemeinsam mit dem Vokalensemble Hofheim und dem Kammerchor der Kreuzkirche musizieren das Hochheimer Kammerorchester und die Solisten Ulrike Morlang (Sopran), Doris Peuckert (Alt), Musa Nkuna (Tenor) und Jochen Faulhammer (Bass).

Unser Konzert beginnt am 26.08. um 19 Uhr, der Eintritt beträgt 20.-€.

Bruckner, Bach und Händel...ein feierlicher April

Georg Friedrich HndelMal kein Bild von mir, sondern ein ganz prächtiges von Händel, Sehr prächtig und feierlich nämlich wird es musikalisch im April für mich zugehen: Mit Bruckners Messe Nr. 3 f-moll, Bachs Magnificat und Händels Dettinger Te Deum stehen drei Werke auf dem Programm, die von orchestraler Pracht und Vielfalt gekennzeichnet sind. Dabei wird es für mich auch eine Art Zeitreise werden: Den Bruckner musiziere ich mit Chor und Orchester der Musikakademie Kassel, die damals, als ich dort selbst studierte, noch nicht den klangvollen Namen "Louis Spohr" trug, wie es heute der Fall ist.
Bach und Händel darf ich unter Leitung von Hans-Georg Dechange in Hofheim singen, der nach wie vor einer meiner wichtigsten musikalischen Impulsgeber ist...von aller persönlichen Freundschaft mal ganz abgesehen. Insofern handelt es sich bei diesen Projekten auch um sehr persönliche Begegnungen.

Bach, Bach...und Homlilius

Jochen-7117klein
Die Passionszeit steht für mich in diesem Jahr ganz im Zeichen Johann Sebastian Bachs, zunächst mit zwei Aufführungen der Johannespassion mit dem Kasseler Bachchor unter der Leitung von Norberst Ternes, Beiden bin ich schon seit vielen Jahren verbunden, und so ist eine Zusammenarbeit mit Norbert und seinem Chor, in dem ich früher selbst gesungen habe, immer etwas Besonderes.
Den zwei Aufführungen am 12. und 13. März in der Kasseler Christuskirche folgt eine Woche später die Aufführung der Kantate "Jesus nahm zu sich die Zwölfe", mit der Bach sich in Leipzig um das Thomaskantorat beworben hat. In zwei Kantategottesdiensten erklingt das kostbare Werke unter der leitung von BZK Ulrike Tetzer in Bad Wildungen und Frankenberg. Mit dabei ist auch mein langjähriger Weggefährte Florian Brauer als Tenor.
An Karfreitag dann erklingt mit der Markuspassion vo Gottfried Agust Homilius ein großes Werk aus der Bach'schen Schülergeneration. Homilius, ein vorzüglicher Organist und seinerzeit auch ein bekannter Komponist, gehört stilistisch in das Umfeld von Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach. Die Markuspassion schließt formal an die Passionen Bachs an, indem der Bibeltext durch betrachtende Arien und Choräle unterbrochen wird. Wie schon in den Aufführungen der Johannespassion, werde ich auch in diesem Werk die Christusworte singen, eine immer wieder sehr bewegende Aufgabe. Leitung beim Konzert in Schlüchtern am Karfreitag hat BZK Karin Dannenmaier, mit der ich nach einer Reihe von Jahren wieder zusammenarbeiten darf - eine große Freude für mich!

 

Bruhns hoch 2 zum 350.

Eine besondere Freude ist mir die Einladung von Thomas Rink, an diesen zwei Konzerten eines meiner Lieblingskomponisten mitzuwirken - noch dazu in seinem Geburtsort und im schönen Husum! Danke, Thommi!

Bruhns Doppel A6

Keine Petitesse...

Jochen-7149Ja, Rossini hat sie "Petite Messe solennelle" genannt, aber eine Petitesse ist das etwa anderthalbstündige Werk ganz und gar nicht. 1864 entstanden, ist sie Gioachino Rossinis letzte große Komposition, und er hat all seine Erfahrung als Komponist, sein großes Herz und seinen Humor hineingelegt. Mit meinem Kammerchor und einer vorzüglichen Riege von Solisten führe ich das Werk auf: Anna Nesyba (Sopran), Evgeniya Malkiel (Alt), Rolf Sostmann (Tenor), Justus Wilcken (Bass), begleitet von meinen langjährigen Freunden und Weggefährten Christine Spuck (Harmonium) und Ralf Schwarz-Aschenbrenner am Flügel. Klaus Langer aus Düsseldorf wird das Harmonium liefern, das dem Werk sein für uns so exotisches Kolorit verleiht. Ich freue mich sehr darauf, diese exqusite, zauberhafte Musik musizieren zu dürfen. Am 20.09., 18 Uhr, in der Adventskirche, meiner Wirkungsstätte als "halber" Organist ist es soweit...

Romantische Musik für Stimme und Orgel

Josef Gabriel Rheinbergers "Sechs religiöse Gesänge" op. 157 gehören sicher zu den dankbarsten Sammlungen romantischer Sologesänge für tiefe Stimme. Sie bilden einen Hauptteil des Konzerts, das ich zusammen mit Thomas Pieper an der Orgel in St. Marien zu Kassel gebe. Neben diesen bekannteren Stücken erklingen aber noch einige sehr lohnende Raritäten: Für Orgel solo die Sonate in d von Ernst Friedrich Richter, einem Zeitgenossen Mendelssohns, für Stimme und Orgel Sätze von Albert Becker, Carl Piutti und Elias Oechsler, sämtlich nahezu unbekannte Werke, deren Entdeckung sich sehr lohnt. Näheres zu Zeit und Ort finden Sie hier.

Karfreitag...und zwei Johannespassionen

Jochen-7116kleinEin musikalisch besonders reicher Karfreitag liegt vor mir mit zwei Aufgaben, auf die ich mich sehr freue: Da ist zum einen die Johannespassion Johann Sebastian Bachs, in der ich unter der Leitung von Bernd Geiersbach in Wolfhagen diesmal nicht als Jesus, sondern als Pilatus und mit den Arien auftrete. Mit Florian Brauer als Evangelist hat diese Aufführung im Gottesdienst um 10 Uhr wieder einen grandiosen Erzähler.
Den Erzähler und alle anderen Rollen (außer den Chören...) übernehme ich selbst in der Johannespassion von Martin Forciniti, der das Werk für den Chor in Hoof geschrieben und seiner ehemaligen Leiterin Brigitte Wettengel gewidmet hat. Das schöne und ausdrucksvolle Stück verlangt dem Sänger einiges ab - aber macht dabei viel Freude und ist eine hörenswerte, plastische und tiefgründige Umsetzung des Textes. Um 15 Uhr, also zur Sterbestunde, wird diese Passion in der Kirche in Hoof erklingen.
Zeit und Ort beider Veranstaltungen finden Sie hier.

Membra Jesu nostri

Jochen-7117Mit Dietrich Buxtehudes "Membra Jesu nostri" beginnt für mich in diesem Jahr die Saison der Passionskonzerte. Die Komposition widmet sich in Musik von berückender Schönheit der Versenkung in den Anblick des leidenden Jesus am Kreuz. In sieben Bildern entsteht so ein Tableau musikalischer Meditation, das Buxtehude als einen der Großmeister barocker Ausdrucksmusik ausweist. Ursprünglich komponiert für die überwältigende Marienkirche in Lübeck, findet es in der weiträumigen Architektur von St. Marien am Bebelplatz in Kassel einen würdigen Rahmen. Unter Leitung von Thomas Pieper singt das Collegium vocale an St. Marien, das sich als chorischer Klangkörper gerade auch für Alte Musik einen ausgezeichneten Ruf erworben hat. Abgerundet wird das Konzert durch Buxtehudes Passionskantate "Fürwahr, er trug unsere Krankheit".
Weitere Informationen zu diesem Konzert finden Sie hier.

Italienische Musik...

...ist das Thema eines Konzerts, in dem ich das Programm des Chors Con brio (Kassel) gemeinsam mit Andreas Düker (Laute) um Werke von Claudio Monteverdi und Giulio Caccini ergänze. Dabei steht dem spektakulären "Ab aeterno" Monteverdis sein zauberhaft-schlichtes "Sí dolc' è il tormento" gegenüber, seinem knappen, aber virtuosen "Laudate dominum" Caccinis tieftrauriges "Alme luci beate". Das schöne Programm erklingt am 12.10.2014 um 17 Uhr in der Kirche am Jungfernkopf in Kassel.

Bach mal drei

Plakat Bach-OratorienGleich drei Kantaten des "alten" Bach warten auf mich an den kommenden zwei Wochenenden, nachdem die Aufführung von CPE Bachs "Auferstehung und Himmelfahrt Jesu" in Kassel so positive Resonanz gefunden hat. Zunächst singe ich in Wolfhagen unter Leitung von Bernd Geiersbach die Kantate "Gott, der Herr, ist Sonn' und Schild" mit ihrem imposanten Eingangschor. Dieses Werk erlingt im Gottesdienst in St. Anna, der altehrwürdigen Wolfhager Pfarrkirche.
Am folgenden Wochenende sind es dann zwei große Kantaten, die Bach selbst sehr geschätzt und als "Oratorium" bezeichnet hat, das Osteroratorium nämlich, "Kommt, eilet und laufet", und das Himmelfahrtsoratorium "Lobet Gott in seinen Reichen". Diese Kantaten hat Hans-Georg Dechange, mein hochgeschätzter Lehrer, als Programm für zwei Konzerte mit seinem Kammerchor Hofheim und der Hofheimer Akademie zusammengestellt. Besonders freue ich mich, dabei eine Reihe alter Bekannter wiederzusehen, insbesondere meinen langjährigen Kasseler Kollegen Rolf Sostmann, der nun schon seit einer Reihe von Jahren in Oslo an der Oper tätig ist.
Beide Oratorien sind bei weitem nicht so bekannt, wie sie es verdient hätten, und so ist ein Besuch der Konzerte auch eine lohnende Möglichkeit, selteneres Repertoire wiederzuhören oder kennenzulernen. Über diese beiden Links kommen Sie zu den Details der Veranstaltungen in Hofheim und Frankfurt.

CPE

Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu

Carl Philipp Emanuel BachDas Jahr 2014 wird hoffentlich dazu beitragen, dass das seltsame Kürzel in der Überschrift für noch mehr Musikinteressierte als bisher ausreicht, um ein erfreutes "ah, Carl Philipp Emanuel Bach" wachzurufen. Der zu seinen Lebzeiten berühmteste Sohn Johann Sebastians feiert heuer seinen 300.Geburtstag, und mit dem Konzert am 27.04., in dem ich mit meiner Kantorei der Kreuzkirche "Auferstehung und Himmelfahrt Jesu" aufführen werde, wollen wir dieses Ereignis würdigen. Dieses Oratorium aus seiner späteren (Hamburger) Schaffenszeit hat CPE selbst als eines seiner besten Werke und als sein musikalisches Vermächtnis verstanden. Die Aufführung wird mit der Martinskirche einen Raum haben, der der Größe und Bedeutung des Werkes angemessen ist. Mit namhaften Solisten und dem Göttinger Barockorchster als Partner werden wir dieses Werk vermutlich als erste in Kassel zu Gehör bringen.
Seien Sie herzlich eingeladen, sich diese großartige Musik im würdigen Rahmen von Kassels größter Kirche anzuhören.

Weihnachtsoratorium

Jochen-7105Nachdem ich in dieser Weihnachtssaison das besondere Glück hatte, bereits fünf der Kantaten aus Bachs Weihnachtsoratorium aufzuführen, teils als Sänger, teils als Dirigent (zum Nachlesen gibt es hier die Rezensionen), vervollständigt sich der Zyklus nun in einem Konzert, das neben den Kantaten IV und V des WO noch die wunderbare Kantate "Dazu ist erschienen der Sohn Gottes" enthält. Unter Leitung von Jan Knobbe singe ich in Bad Arolsen neben meinen Kolleginnen Ulrike Salwiczek (Sopran), Julia Hagemann (Alt) und Florian Brauer (Tenor), begleitet vom wunderbaren Barockorchester "l'arco" aus Hannover. Für mich ein Moment des Wiedersehens mit Christoph Heidemann - und das erste Mal Kantate IV und BWV 40...ein schöner Anlass zum Ausklang des weihnachtlichen Festkreises. Zeit und Ort finden Sie hier.

Veranstaltungen

Sonntag, 19. November 2017 -
Emilio de' Cavalieri - Rappresentazione
Samstag, 25. November 2017 -
Leid und Trost
Sonntag, 26. November 2017 -
Du aber, Daniel, gehe hin
Sonntag, 26. November 2017 -
Leid und Trost
Sonntag, 03. Dezember 2017 -
Saint-Saens, Weihnachtsoratorium

Newsletter Anmeldung